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BUND- Erkundungen zum Siegtalradweg

Ende Oktober trafen sich BUND-Aktive mit Vertretern des Landesbetriebs Mobilität aus Diez. Ziel war es, Planungsgedanken zum „Siegtalradweg“ zwischen Betzdorf und Wissen auszutauschen und wegen der örtlich beengten Situationen Fragen der technischen Machbarkeit zu erörtern. Treffpunkt war ein bereits vorhandenes 100 m langes Radwegestück am Wallmenrother Sportplatz. Behördenleiter Lutz Nink präsentierte eine baureife Planung zwischen Niederhövels und den Einzelgehöften am Dasberg.

Dieser rund 5 km lange Abschnitt soll zunächst an der B 62 flussseitig bis zur Abzweigung nach Katzwinkel ausgebaut werden, um dort in Niedergüdeln durch eine vorhandene Unterführung über die Kreisstraße geführt zu werden. Hangseitig ist ab dort genug Platz bis in den Bereich Dasberg. Landesplaner Georg Weyer legte für die Engstelle am sogenannten „Dicken Stein“ ein Querprofil mit einem 2,5m Meter breiten Radweg neben der B 62 vor. Er betonte, dass auch der Fledermausschutz bei den dortigen Stolleneingängen berücksichtigt werde. Für das Gefälle bzw. das Steigungsstück in dem anschließenden Hochwald gibt es die Idee den Radweg etwas abseits der Straße anzulegen. Eine Felsennase müsste dafür weggenommen und zwei kleine Brücken über zwei Bachtäler gebaut werden. Friedrich Hagemann(BUND) schlug vor, den Weg über innerörtliche Straße weiter bis „Haus Muhlburg“ fortzusetzen. In Wallmenroth sollte dann der Lückenschluss bis zum vorhandenen Fußgängerradweg nach Betzdorf erfolgen. Heike Kownatzki (BUND) bekam bezüglich der verschiedenen Ideen den Radweg im bisher unberührten Auenbereich unmittelbar an der Sieg zu bauen die Zusicherung, dass dies aus wasserwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Gründen vom Tisch sei. Für Fahrradwege, die mit klassifizierten Straßen nicht im räumlichen Zusammenhang stehen, seien übrigens die Kommunen selbst Planer und Kostenträger. Der fahrradgerechte Ausbau zwischen Niederhövels und dem Dasberg soll in den nächsten zwei Jahren erfolgen. Im Zusammenhang mit Ausgleichsmaßnahmen verwirklicht die Obere Wasserbehörde ein schon lange vom BUND gefordertes Stück Auenprogramm bei Niederhövels. Dort soll an einen begradigten Abschnitt der Sieg durch Renaturierungsmaßnahmen wieder mehr Platz gegeben werden. Von Jürgen Lichte (BUND) wurde auch die Strecke zwischen Wissen und Niederhövels angesprochen. Die Diezer Radwegeplaner sahen es nicht als lohnenswert an, zur besseren Befahrbarkeit den Wurzelraum der rund 60 Alleebäume wegen der verbleibenden langen Engstelle zu überhöhen. Langfristig sollte man sich von den Bäumen verabschieden. Hier stehe aber eine Güterabwägung mit der Naturschutzbehörde an. Einig war man sich, dass der Baubeginn des nun fertig geplanten Abschnittes eine beschleunigte Wirkung für andere Planungen haben wird. So auch für die vom BUND unterstütze Trasse von der Bahnparallele Wissen mit einem Brückenbau bis zur Kreisstraße in Etzbach.

 






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